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Begegnung - den Fremden zum Freund machen

Es muss im Sommer 2018 gewesen sein. Im Rahmen einer ökumenischen Veranstaltung lernte ich ihn kennen, den jungen Mann aus dem Jemen. Nach einer spektakulären Flucht und eines Aufenthaltes in der Erstaufnahmeeinrichtung Neumünster kam er in Lübeck an und fand in der Gemeinschaftsunterkunft Bornkamp eine Bleibe. Nun waren wir fortan Nachbarn.

Wir machten uns auf einen gemeinsamen Weg: Jobcenter, Ausländeramt, Gemeindediakonie, Sprachschule, Bildungsministerium Schleswig-Holstein u.v.a.m. sollten jetzt Einrichtungen werden, die bisher unweit unseres Erfahrungsspektrums waren.

Wir lernten Yaser näher kennen, luden ihn zum Essen ein, machten gemeinsame Ausflüge, Unternehmungen mit den Enkelkindern, feierten mit ihm unsere Familienfeste, wie Geburtstage, Sommerfeste und Weihnachten.

Und so wurde er unser Freund, der unseren Horizont erweitert. Noch einmal im vorgerückten Alter einen jungen Menschen ins Leben zu begleiten ist schon ein Geschenk. Wir erleben seine sprachlichen Fortschritte, sein Interesse an Bildung und Wissen, sein Engagement sich hier zu integrieren. Seine gewinnende Art, seine Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft machen ihn zu einem wertvollen Menschen. Er verfolgt weiter konsequent sein Ziel im medizinischen Bereich tätig zu werden. „Ich hatte das große Glück in einem Land aufgenommen zu werden und nun möchte ich auch diesem Land etwas zurückgeben“, so sein Motto.

Mit ihm können wir unseren Horizont erweitern, Ängste vor dem Fremden abbauen und neue Wege beschreiten.

Danke Yaser, dass es dich gibt!

K.H.St.