© St. Marien

Internationale Buxtehude-Gesellschaft

Die Internationale Dieterich-Buxtehude-Gesellschaft e. V. hat sich zur Aufgabe gemacht, die Musik des großen Organisten und Komponisten der Barockzeit zu pflegen und zu verbreiten; auch fördert sie die weitere Erforschung seines Lebens, Schaffens und Umfelds. 

Diesem Ziel dienen die Unterstützung oder Durchführung von Veranstaltungen und Konzerten sowie die Buxtehude-Studien, die alle zwei Jahre erscheinen. 

Dafür brauchen wir die Mithilfe möglichst vieler Mensche. Deshalb bitten wir Sie: Werden Sie Mitglied der IDBG. Laden Sie sich das Formular runter, füllen Sie es aus und senden Sie es uns zu. Wir freuen uns, Sie in unserer Mitte zu begrüßen. 

Dieterich Buxtehude

„Der Welt-berühmte Organist und Componist“

Dieterich Buxtehude gehört zu den großen europäischen Musikerpersönlichkeiten des Barock. Der Stadtführer mit dem illustren Titel „Die Beglückte und geschmückte Stadt Lübeck“ rühmte 1697 seine „Abendmusiken“ in St. Marien als eine Veranstaltung, die so „nirgends wo geschiehet.“ Der etwa 60-jährige Marienorganist war in der Tat weit über das Holstentor der Hansestadt hinaus berühmt. Als Organist und Werkmeister (Sekretär/Buchhalter) der Marienkirche hatte Buxtehude 1668 in Lübeck ein Amt angetreten, das die früheren Anstellungen in Helsingborg und Helsingør hinsichtlich der Besoldung und der Entfaltungsmöglichkeiten weit übertraf.

Wie kein zweiter norddeutscher Organist hat er seine Virtuosenkarriere vorangetrieben und zahlreiche Projekte verwirklicht, die ohne Beschränkung durch liturgische Rücksichtnahmen neue, eindrucksvolle Formen des Musizierens ermöglichten. Ab 1678 präsentierte er in den „Abendmusiken“, die sein Amtsvorgänger Franz Tunder in Lübeck etabliert hatte, geistlich-dramatische Werke, die in ganz Nordeuropa bekannt wurden.

Wenn es den jungen Johann Sebastian Bach im Herbst 1705 nach Lübeck zog, „um daselbst ein und anderes in seiner Kunst zu begreiffen“, dann war die vielschichtige Musikerpersönlichkeit Buxtehude der eigentliche Anziehungspunkt. In den vier Jahrzehnten seiner Lübecker Tätigkeit unterhielt der Marienorganist zugleich enge Kontakte nach Hamburg, wo eine Reihe hervorragender Komponisten, Organisten, Kantoren und Musikdirektoren zu seinem Freundes- und Bekanntenkreis gehörten, darunter Johann Adam Reincken, Johann Theile, Christoph Bernhard und Matthias Weckman. Die berühmte „Musizierende Gesellschaft“ von Johannes Voorhout (1674) ist ein eindrucksvolles Dokument dieser Beziehungen.