Glockenspiel

Man kann es in der ganzen Altstadt und manchmal noch weiter hören: Immer zur halben und zur vollen Stunde schlägt das Glockenspiel einen Choral - einen halben zur halben Stunde, einen ganzen zur vollen Stunde. Um 8, 12 und 18 Uhr erklingen die Choräle mehrstimmig. Zu den Aufgaben des Marienorganisten zählt es, dreimal im Jahr über eine Klaviatur zweistimmige Choräle auf dem Glockenspiel live zu Gehör zu bringen: am Ostersonntag, am Pfingstsonntag und am ersten Weihnachtstag.

Das Glockenspiel mit seinen 36 Glocken (cis' bis c'''') stammt ursprünglich aus der Kirche St. Katharinen in Danzig. Es wurde 1953 wiederhergestellt und in den Süderturm von St. Marien eingebaut. Die größte Glocke (c') fehlt bis heute. Das alte Glockenspiel im Dachreiter von St. Marien wurde in der Bombennacht zum Palmsonntag 1942 zerstört.

(F. Volker Schulze)