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Eröffnung der Ausstellung "todesmutig" aus der Sammlung "Grafiken der Moderne" mit einem Einführungsvortag von Andreas Mertin

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Eröffnung der Ausstellung "todesmutig" aus der Sammlung "Grafiken der Moderne" mit einem Einführungsvortag von Andreas Mertin


Datum Sonntag, 26. September 2021, 19:00 - 20:00 Uhr
Standort Marienkirchhof 1, Marienkirchhof 2, 23552 Lübeck
Mitwirkende
Andreas Mertin, Dr. Luise Klafs und Dr. Matthias Wünsche, Nordkirche, Arbeitsstelle Kirche und Kunst, Johannes Unger am Flügel
Eröffnung der Ausstellung "todesmutig" aus der Sammlung "Grafiken der Moderne" mit einem Einführungsvortag von Andreas Mertin

"todesmutig" ist eine nordkirchenweite Konzeptreihe von September 2021 bis Totensonntag 2022, die das Thema Tod in ihren Mittelpunkt stellt.

Was will todesmutig?

Das übergeordnete Ziel ist, einen Diskurs über das "letzte Tabuthema Tod" (Annelie Keil) anzuregen. Dazu dienen verschiedene Perspektiven verschiedener Akteure, die den Tod aus subjektiver, kultureller, künstlerischer oder kirchlicher Sicht beleuchten und zu einem Gespräch laden. Kompetenzen rund um das Thema Tod zu fördern ist dabei leitend: Sprachfähig zu werden über ein Thema, über das man nicht spricht, handlungsfähig zu werden in Situationen, die außerhalb unseres Alltags liegen und auskunftsfähig über Traditionen, Bräuche und Kulturen, die das Thema Tod berühren. Daneben ist ein wichtiges Ziel, die "kleinen Tode" des Alltags als Chancen für persönliches Wachstum und Tiefe darzustellen. Einer Kultur des Perfektionismus, der Härte und Stringenz soll ein Bild gegenüber gestellt werden, bei dem das eigene Scheitern, der "Tod" einer Beziehung, Vision oder beruflichen Karriere als kreative Momente wahrgenommen und angenommen werden können.

Wie ist todesmutig aufgebaut?

In den drei Bundesländern der Nordkirche und darüber hinaus in den Landeskirchen Hannover und Oldenburg werden diverse Veranstaltungen ausgerichtet, die das Thema Tod reflektieren.

1) Eine Station der Reihe todesmutig ist St. Marien in Lübeck mit dem „Europäischen Totentanzfestival“. Eine Ausstellung zum Thema aus der Graphothek soll den künstlerischen Boden bieten.

2) Am Totensonntag 2022 wird die Themenreihe in Wolgast mit einem artist in parish Projekt geschlossen, dessen Ziel es ist, aus dem in Wolgast befindlichen Totentanz einen „Lebenstanz“ zu erschaffen. Die Künstlerin Heidi Krautwald wird dazu in den Sommermonaten mit der Gemeinde Fotografien machen, die in Anlehnung an den Totentanz inszeniert werden.

3) In den Monaten zwischen September 2021 und Totensonntag 2022 werden an diversen Veranstaltungsorten in der Nordkirche und in der Landeskirche Hannover sowie der Landeskirche Oldenburg Kulturveranstaltungen zu den großen und kleinen Abschieden des Lebens organisiert. Die Veranstaltungen werden dezentral vorbereitet und durchgeführt.