Bund fördert Sanierung der Marienkirche mit 14 Millionen Euro

Bund fördert Sanierung der Marienkirche mit 14 Millionen Euro


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Veröffentlicht am Samstag, 16. November 2019, 16:34 Uhr
© Foto: St.Marien

Förderung sichert Gesamtsanierung in Höhe von 28 Millionen Euro durch Ko-Finanzierung

Die Kirchtürme von St. Marien zu Lübeck sind seit Jahrhunderten ein fundamentaler Bestandteil der Stadtsilhouette und damit identitätsstiftend für die Hansestadt Lübeck. Darüber hinaus gilt die Marienkirche als „Mutterkirche der Backsteingotik“ und ist Teil des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt.

Ein solch bedeutendes Bauwerk, welches vor vielen Jahrhunderten zwischen 1277 und 1351 errichtet worden ist, bedarf der regelmäßigen Pflege und Sanierung, um die Zukunftsfähigkeit für die kommenden Jahrhunderte zu garantieren. Vor dem Hintergrund der hohen Investitionskosten haben sich Kirchengemeinde und Bürgermeister Jan Lindenau gemeinsam an die Bundespolitik gewandet und in mehreren Terminen vor Ort die vielfältigen Bedarfe mit der Bitte um Unterstützung vorgestellt.

Die gegenwärtig notwendigen Sanierungsmaßnahmen umfassen insgesamt rund 28 Mio. Euro. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat heute beschlossen, dass im Rahmen der Haushaltsbereinigung des Bundes die Sanierungsmaßnahmen im Theater Lübeck mit einer hälftigen Ko-Finanzierung in Höhe von 14 Millionen Euro unterstützt werden. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen unter anderem eine umfangreiche Sanierung des Gewölbes (rund 7,1 Millionen Euro), des Raumgerüstes der Gesamtkirche (rund 4,7 Millionen Euro), der Wand- und Pfeilerflächen (rund 3,3 Millionen Euro) sowie die Rekonstruktion der historischen Totentanz-Orgel (rund 3,8 Millionen Euro).

Der Finanzierungsplan sieht vor, dass über die umfangreiche Unterstützung des Bundes in Höhe von rund 14 Millionen Euro hinaus Gelder der Kirche und Gemeinde bereitgestellt und finanzielle Mittel seitens der Lübecker Stiftungen und durch Spenden eingeworben werden sollen.

Bürgermeister Jan Lindenau: „Die Hansestadt Lübeck bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, allen voran der Lübecker Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm, dem Haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, sowie der parlamentarischen Staatssekretärin Bettina Hagedorn, die zusammen sehr engagiert und am Ende erfolgreich für die Unterstützung von St. Marien geworben haben.“

Gabriele Hiller-Ohm und Bettina Hagedorn erklären gemeinsam: „Die Marienkirche als bedeutender Teil des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt und Mutterkirche der Backsteingotik ist eines der geschichtsträchtigsten Bauwerke Deutschlands und Nordeuropas. Die Unterstützung des Bundes für die anstehenden umfangreichen Sanierungsmaßnahmen trägt wesentlich dazu bei, dass die Marienkirche auch für die kommenden Generationen in einem guten Zustand erhalten bleibt – darüber freuen wir uns ganz besonders.“

Lindenau ergänzt: „Um die Gesamtsumme des Projektes nun stemmen zu können, müssen weiter aktiv Spenden eingeworben werden. Als Schirmherr der Aktion Sieben Türme will ich sehen freue ich mich über jede Unterstützung durch die Lübeckerinnen und Lübecker und bedanke mich bereits jetzt herzlich im Namen aller Beteiligten.“

Gabriele Hiller-Ohm freut sich: „Es ist großartig, dass es gelungen ist, eine so hohe Summe für die Sanierung der Marienkirche vom Bund zu bekommen. Das ist eher ungewöhnlich. Die langen Vorarbeiten haben sich gelohnt!“

Robert Pfeifer, Pastor der Kirchengemeinde St. Marien: „Es ist immer wieder eine großartige Erfahrung, dass wir gemeinsam für Lübeck so viel erreichen können. Diese Stadt mit ihren beeindruckenden Gebäuden zu erhalten und zu pflegen ist die Aufgabe von allen Bürgerinnen und Bürgern. Und das funktioniert. Ich danke jetzt besonders dem Bürgermeister und der Politik für das Engagement für St. Marien. Jetzt wartet viel Arbeit, und am Ende werden wir sicher auch das Heizungsproblem gelöst haben. Denn die defekte Heizung ist die Ursache für das nun anstehende Sanierungsprojekt. Wer in einem solch gewaltigen Raum das Thema "Temperierung" anfasst, muss viele Folgemaßnahmen mitbedenken und -finanzieren."

Quelle: Hansestadt Lübeck